Corinna Hertel, freie Hochzeits- und Traurednerin beantwortet die wichtigsten Fragen rund um das Thema "Freie Trauungen":

 

Freie Trauung

Freie Trauungen werden immer beliebter. Ich möchte an dieser Stelle die Frage klären, warum dies so ist.

Brautpaare wählen eine freie Trauung, wenn sie nicht kirchlich heiraten können oder wollen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Was alle Brautpaare, die sich für eine freie Trauung entscheiden gemeinsam haben, sie möchten zusätzlich zur formalen standesamtlichen Trauung eine emotionale stilvolle und feierliche Zeremonie. Der Vorteil der freien Trauung liegt darin, dass der Trauredner/die Traurednerin im Rahmen eines abgesteckten Ablaufs die Inhalte der Zeremonie individuell auf das Paar abstimmt. Der vermeintliche Nachteil der freien Trauung sind die Kosten für den Trauredner/die Traurednerin. Trauredner/Traurednerinnen arbeiten auf eigene Rechnung. Die Pfarrer und Pastöre werden dagegen durch die Kirchen finanziert bzw. durch Kirchensteuern, die das Kirchenmitglied zahlt.

 

Im Folgenden wird zur Vereinfachung auf die weibliche Form der Traurednerin verzichtet.

 

Dies sind die häufigsten Fragen, die uns Traurednern gestellt werden:

 

Was ist eine freie Trauung?

Eine freie Trauung ist eine feierliche Zeremonie, in der sich Paare ein Eheversprechen geben. Die freie Trauung kann die standesamtliche – rechtlich offizielle – Trauung ergänzen. Aus einer freien Trauung heraus können keinen rechtlichen Verbindlichkeiten für die Paare abgeleitet werden. Um vor dem Staat als verheiratet zu gelten, muss also eine standesamtliche Trauung erfolgen.

Freie Trauungen können je nach freiem Trauredner etwas variieren. Es gibt zum einen Trauredner, die den Schwerpunkt auf die Traurede legen und zum anderen Trauredner, die sich mehr als Zeremonienleiter verstehen und die Zeremonie mit sogenannten Ritualen bereichern. Grundsätzlich werden bei beiden Varianten das Eheversprechen in den Mittelpunkt gestellt. Weitere Rituale dienen zum Beispiel dazu, den Eltern, den Trauzeugen oder sogar allen Gästen die Möglichkeit zu geben, sich innerhalb der Zeremonie einzubringen. Auch das Eheversprechen kann durch ein Ritual, dass das Brautpaar gemeinsam durchführt begleitet werden. Die bekanntesten Rituale sind das Sandritual und das Steinritual.

Wichtig für Euch als Brautpaar: Lernt 2-3 Trauredner kennen und fragt nach einem Beispiel-Ablauf einer freien Trauung. Prüft für Euch, ob der Ablauf für Euch so geeignet ist, wie flexibel der Trauredner im Ablauf ist und vor allem, ob die Chemie zwischen Euch und dem Trauredner passt.

 

Für wen ist eine freie Trauung geeignet?

Freie Trauungen sind für Paare geeignet,

  • die nicht mehr kirchlich heiraten können, weil einer oder beide Partner bereits verheiratet waren
  • von denen einer oder beide Partner aus der Kirche ausgetreten sind
  • die gleichgeschlechtlich sind
  • die ihr Eheversprechen auffrischen möchten (z.B. zum Jahrestag, Ehejubiläum)
  • die zum Beispiel an einem speziellen Ort (Burg, Schloss oder ähnlich), zu einer bestimmten Uhrzeit oder unter freiem Himmel heiraten möchten

Wo können freie Trauungen stattfinden?

Letztendlich überall dort, wo Ihr möchtet… Im eigenen Garten, auf einer Burg, auf einem Feld, zu Hause im eigenen Wohnzimmer, an einem Seeufer, in einem Veranstaltungsraum/-saal…

 

Was kostet eine freie Trauung?

Je nach Region oder je nach Angebot des Trauredners (Rede vs. Aufwendige Zeremonie) variieren die Preise zwischen 300,00 € und 1.300,00 €. Eine jede Trauung bedeutet viel Vorbereitungszeit für den Trauredner, damit es eine individuelle und somit auf das Paar zugeschnittene Trauung wird. Dazu gehört unter anderem mindestens ein intensives Vorbereitungsgespräch von ca. drei Stunden.

Ein unverbindliches Kennenlerngespräch sollte dafür unentgeltlich sein.

 

Wie lange dauert eine freie Trauung?

Zwischen 30 und 45 Minuten – maximal 60 Minuten.

 

Was beinhaltet eine freie Trauung?

Hier ist das Angebot vielfältig: von einer reinen Rede über einer christlich angelehnten Zeremonie bis hin zu schamanischen Zeremonien.

Jede freie Trauung hat 4 Kernelemente

  • Einzug der Braut/des Brautpaares
  • Traurede
  • Eheversprechen und ggf. Ringtausch
  • Auszug des Brautpaares

Zwischen diesen Elementen können wie oben schon beschrieben - abhängig vom Trauredner – zum Beispiel Rituale die Zeremonie ergänzen.

 

Wie wählen wir den passenden Trauredner für uns aus?

Versteht die Auswahl Eures Trauredners als Casting. Es ist Euer besonderer Tag, Eure Trauung und Euer besonderer Moment! Und so sollte auch der Trauredner zu Euch passen. Lasst Euch sich zum Beispiel einen Ablauf erläutern

Ihr müsst im Vorfeld entscheiden, in wie weit Ihr Euch und Eure Gäste in die Trauung mit einbringen möchtet. Möchtet Ihr Rituale oder eine reine Rede? Sind für Euch christliche Elemente wichtig? Oder gibt es andere spirituelle Elemente, die für Euch wichtig sind/die Ihr in die Trauung einbinden möchtet? Möchtet Ihr mit dem Trauredner beim „Sie“ bleiben oder bevorzugen Sie das „Du“? Könnt Ihr aktiv Vorschläge für die Trauung einbringen? Wie wichtig ist Euch Musik und wie viel Anteil Musik soll die Trauung beinhalten?

Diese Fragen könnt Ihr selbstverständlich auch dem Trauredner stellen. Hört aber vor allem auch auf Euer Bauchgefühl. Ein Trauredner, der sich als Zeremonienleiter versteht, wird Euch gerne hinsichtlich des Ablaufes, den Ritualen und der Musikauswahl beraten.

 

 

Für Eure Fragen an mich, könnte Ihr mich hier kontaktieren.

 

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